Sie sind hier

Aus der FAU

Aus der FAU Feed abonnieren
Aktualisiert: vor 2 Stunden 10 Minuten

Migrantische Carearbeiter*innen in Deutschland am Beispiel der „24-Stunden-Polin“

Di, 01/21/2020 - 14:52
Der demografische Wandel, unzureichende Versicherungsleistungen, staatliche Reformen und Untätigkeiten der Gewerkschaften in der Vergangenheit sind Hauptursachen des so genannten „Pflegenotstands“. Dies resultiert in steigender Nachfrage an Arbeitskräften im Care-Bereich. Die „Unattraktivität“ der Fürsorgearbeit liegt einerseits an der unangemessenem Entlohnung, andererseits an dem niedrigen Status der Pflegeberufe (und der Reproduktionsarbeit im allgemeinen), die meistens als „Frauendomäne“ angesehen werden, was zu ihrer mangelnden gesellschaftlichen Anerkennung beiträgt.

Gewerkschaftliche Erstberatung | Asesoría laboral

Di, 01/21/2020 - 14:47
Jeden Montag | Todos los lunes 17:00 – 20:00 Uhr FAUD: gewerkschaftliche Erstberatung | Mitglied werden | Mitgliederbetreuung | Kontakt: kontakt-faud(at)fau.org de 17:00 a 20:00 la FAUD ofrece asesoría laboral presencial y gratuita para hispanoparlantes. Contacto: kontakt-faud(at)fau.org Was wir euch bieten: (1) Wir hören euch genau zu während ihr eure Probleme auf der Arbeit schildert (2) Wir sprechen mit euch über alle möglichen gewerkschaftlichen Strategien um eure Probleme zu lösen und eure Würde als Arbeiter*innen wieder herzustellen (3) Wir helfen euch bei der Umsetzung im Sinne der gegenseitigen Hilfe Lo que ofrecemos: (1) Escuchamos mientras describes tus problemas en el trabajo (2) Hablamos sobre todo tipo de estrategias sindicales para resolver tus problemas laborables y restaurar tu dignidad como trabajador (3) Acciones basadas en el apoyo mutuo y la solidaridad Das wichtigste ist, daß ihr erstmal vorbei kommt. Auch wenn ihr meint das es schon zu spät ist. Es gibt mehr als das juristische! Gemeinsam können wir besprechen was vielleicht Sinn macht und was nicht. Natürlich ist es besser wenn ihr euch per Email anmeldet, aber es ist kein muss. Auch macht es natürlich Sinn, wenn ihr alle eure Unterlagen mitbringt, aber selbst wenn ihr das nicht könnt ist ein persöhnliches Gespräch das Beste was wir machen können um vielleicht noch den Karren gemeinsam aus dem Dreck ziehen zu können. Lo primero y más importante es que te pases por la asesoría. Aún cuando creas que ya es demasiado tarde. ¡Hay alternativa más allá de abogados y jueces! Juntos podemos discutir qué se puede hacer aún y qué no. Siempre es mejor que nos contactes primero por email, pero tampoco pasa nada si no lo haces. Por supuesto no te olvides de traer todos los documentos y papeles que puedan ser útiles. Y aunque en dicho momento no los tengas a mano siempre es mejor que podamos empezar a pensar cómo solucionar tu problema laboral de manera presencial. So kommt ihr zu uns: S-Bahn: S8/S11/S28 bis Völklinger Straße (Ausgang Volmerswerther Str.) Straßenbahn: 704/709 bis Völklinger Straße S Bus: 726/B09/N8 bis Völklinger Straße S oder Straßenbahn: 708/719 bis Bilker Kirche von da zu Fuß in die Martinstraße, rechts halten und auf die Volmermerswerther Straße

Migrantische Carearbeiter*innen in Deutschland am Beispiel der „24-Stunden-Polin“

Di, 01/21/2020 - 14:41
Der demografische Wandel, unzureichende Versicherungsleistungen, staatliche Reformen und Untätigkeiten der Gewerkschaften in der Vergangenheit sind Hauptursachen des so genannten „Pflegenotstands“. Dies resultiert in steigender Nachfrage an Arbeitskräften im Care-Bereich. Die „Unattraktivität“ der Fürsorgearbeit liegt einerseits an der unangemessenem Entlohnung, andererseits an dem niedrigen Status der Pflegeberufe (und der Reproduktionsarbeit im allgemeinen), die meistens als „Frauendomäne“ angesehen werden, was zu ihrer mangelnden gesellschaftlichen Anerkennung beiträgt. Im Endeffekt wird Carearbeit oft an Migrant*innen delegiert. Schätzungsweise gibt es 150.000 bis 500.000 „Care-Migrantinnen“, die in Deutschland „3C-Jobs“ ausüben („cleaning, cooking, caring“). Dabei sind die meistens aus Osteuropa stammenden Frauen in Haushalten in Deutschland oft irregulär beschäftigt, um vor allem ältere pflegebedürftige Menschen zu betreuen. Einen besonders guten Ruf in Deutschland scheinen polnische Pflegekräfte zu haben. Dies spiegelt sich in Titeln von Zeitungsartikeln wie „die 24-Stunden Polin“ oder in Alltagsfloskeln wie „die polnische Perle“ wieder. Viele von ihnen leben im Haushalt ihrer „Kund*innen“ und sind Rund-um-die-Uhr mit der Haushalts- und Pflegetätigkeiten beschäftigt (sog. „Live-in-Arrangements“). Die permanente Orientierung an den Bedürfnissen der Klient*innen bedeutet wochen- und monatelang, 24 Stunden die Woche ununterbrochene Arbeit, die an einen Ort – das Haus oder die Wohnung der Klient*innen – gebunden ist. Das ist kein neues Phänomen, da die grenzüberschreitende Pflegeversorgung in Deutschland seit mindestens zwei Jahrzehnten zu beobachten ist. Die räumliche und zeitliche Einschränkung bedeutet mangelnde soziale Kommunikation und zusammen mit der fehlenden Privatsphäre und Distanz in der Pflegebeziehung tragen zur sozialen Isolation bei. Die monotone Alltagsroutine der sich einerseits immer wiederholenden Haushalts- und Pflegetätigkeiten, die meist zu bestimmten Uhrzeiten erledigt werden müssen, und andererseits die Konzentration auf die Bedürfnisse der Klient*innen vertiefen das Gefühl der Einsamkeit. Hinzu kommt das grundlegende Arbeitsrechte wie die Regelung der Arbeitszeiten und -aufgaben, Unfallsversicherung, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Kündigungsschutz usw. fehlen. Aus Angst vor dem Verlust ihrer Stelle haben nicht nur die irregulären Pflegekräfte entweder keine oder nur sehr begrenzte Möglichkeiten um bessere Arbeitsbedingungen auszuhandeln (oder auch nur ihre bestehenden (Arbeits-)Rechte einzufordern). Trotz ihrer unprivilegierten Lage und der isolierten Arbeitssituation haben die( irregulären) Arbeiterinnen Handlungsmöglichkeiten dem entgegenzuwirken. Eine wichtige Rolle dabei spielen zum Beispiel die Netzwerke, die der Selbstorganisation der Pflege dienen, so dass die Pfleger*innen aus dem Netzwerk sich alle paar Wochen oder Monaten bei der Pflege der Kund*in abwechseln können. Durch informelle Kontakte innerhalb des Netzwerks wird nicht nur die Arbeit organisiert und vermittelt, sondern z.B. auch Informationen über Vermittlungsagenturen, die den Pflegekräften schlechte Arbeitsbedingungen anbieten. Da das Netzwerk auf Kollegialität und Zuverlässigkeit basiert, kann es nach Bedarf bzw. in Krisensituationen schnell aktiviert werden (z.B. im Fall des ausstehenden Lohns). Während des Vortrags werden Beispiele von geführten Arbeitskämpfen und Strategien, die die Arbeiter*innen entwickelt haben, dargestellt und die dabei ausgelösten Emanzipationsprozesse besprochen. Der Vortrag wird mithilfe von Fotos illustriert, die polnische Pflegekräfte selbst im Alltag gemacht haben. (so dass in manchen Fällen sogar eine „Fotostory“ entsteht). Nach dem Vortrag bleibt Zeit um über eure mitgebrachten und über die während des Vortrags aufgeworfenen Fragen zu Diskutieren und vielleicht erste Pläne zu diskutiert welche Möglichkeiten bestehen, um migrantische Care-Arbeiter*innen in Deutschland zu unterstützen.

FAU – Wie funktioniert das?

Mo, 01/20/2020 - 16:52

Film: Luft zum Atmen - 40 Jahre Opposition bei Opel in Bochum

So, 01/19/2020 - 16:40
Am Donnerstag, den 13.02. zeigt die Gruppe Syndikalistischer Neustart Bremen im Cinema im Ostertor die Dokumentation "Luft zum Atmen - 40 Jahre Opposition bei Opel in Bochum" über die "Gruppe oppositioneller Gewerkschafter" (GoG), die 40 Jahre lang unabhängige Betriebsarbeit im Bochumer Opelwerk geleistet hat. Im Anschluss an den Film wird es Diskussionsmöglichkeiten über die Potentiale und Schwierigkeiten alternativer Gewerkschafts- und Betriebsarbeit geben. Einlass: 18:30 Uhr | Filmstart: 18:45 Uhr | Eintritt: 6,00€ (ermäßigt: 4,00€) Trailer: https://vimeo.com/326048049

Klima, Digitalisierung, Gewerkschaften & Arbeitskampf 4.0

Mo, 01/13/2020 - 17:36
Konferenz zu Systemwandel und Gewerkschaft am 28.02. und 29.02.2020 in Frankfurt am Main

Klima, Digitalisierung, Gewerkschaften & Arbeitskampf 4.0 - Konferenz zu Systemwandel und Gewerkschaft

Mo, 01/13/2020 - 17:15
Konferenz in Frankfurt am 28.02. und 29.02.2020 - "Gesucht sind Gewerkschaften, die sich der aktuell drängenden Fragen nach unserer Welt von morgen annehmen und mutig für die notwendigen Änderungen kämpfen, selbst wenn dafür der Abschied von bisherigen Eigentumsverhältnissen und Privilegien notwendig wird."

Gewerkschaftliche Sprechstunde der FAU Münster

Fr, 01/10/2020 - 21:27
In unserer offenen gewerkschaftlichen Sprechstunde unterstützen wir Euch bei Problemen und Konflikten am Arbeitsplatz. Gemeinsam können wir rechtliche Aspekte recherchieren und individuelle wie auch kollektive Handlungsmöglichkeiten diskutieren. Ebenso seid Ihr willkommen Euch über die FAU und das dahinterstehende Konzept des Anarchosyndikalismus zu informieren.

Veganer Mitbring-Brunch / Brunch Traer a Vegan

Di, 01/07/2020 - 13:37
Mit unserem veganen Mitbring-Brunch wollen wir euch mal wieder einmal die Gelegenheit geben, euch selbst davon zu überzeugen, dass man auf Schinken, Speck und Eier wunderbar verzichten kann, ohne dass das dem Gaumengenuss irgendeinen Abbruch täte. Und so geht’s: Alle TeilnehmerInnen bringen eine vegane Köstlichkeit zu essen mit: Salate, Antipasti, Aufstriche, Bratlinge, Nüsse, Muffins, Kuchen, Torten, … Eurer Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt! Je mehr Menschen mitmachen, desto vielfältiger wird das Buffet! So gibt´s dann im Idealfall ein großes abwechslungsreiches Buffet mit vielen veganen Leckereien von und mit netten, aufgeschlossenen Menschen. Wenn du selber nichts mitbringen kannst, bist du dennoch herzlich eingeladen. Wir können gut teilen! Getränke wie Kaffee, Hafermilch, Tee und verschiedene Säfte/Limos sowie Brotaufstriche gibt’s vor Ort.

Aus Geschichte(n) lernen… : 100 Jahre FAUD

Di, 01/07/2020 - 13:34
Ein kleiner Rückblick auf 100 Jahre Geschichte der FAUD, mit einem Schwerpunkt auf die Region Düsseldorf.

Lohneintreibung in Koblenzer Gastronomie

Di, 12/17/2019 - 22:56
In den letzten Monaten war das noch junge Allgemeine Syndikat Koblenz erstmals in der Koblenzer Gastronomie tätig und hat für eines seiner Mitglieder eine offene Gehaltszahlung eingefordert.

Arbetaren.se: ”Vägrar vara rädda” – SAC:s årliga konferens

Mo, 11/25/2019 - 15:08
Bericht der Organizing-Konferenz der SAC, an der die FAU teilgenommen hat.

Offenes Info- und Kennenlerntreffen

Fr, 11/22/2019 - 13:21
Ob Ihr Mitglied werden wollt, erst einmal reinschnuppern und/oder ganz praktisch aktiv werden – hier soll der Platz sein, um ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen oder auch Eure Themen und Vorschläge einzubringen. Bei Interesse gibt es eine kleine Einführungspräsentation zur FAU, vor allem soll jedoch Gelegenheit zum Austausch sein. Das Paul-Gerhardt-Haus befindet sich zwischen Eisenbahn- und Friedrichstraße, so dass es auch schnell zu erreichen ist, wenn ihr mit dem Zug anreist (zum Haupteingang hinaus, rechts bis zur nächsten Kreuzung und dann gleich hinter der kleinen Kirche).

Bericht von der SAC Konferenz 2019: Strategies and Methods in Organizing

Do, 11/14/2019 - 14:59
Mitglieder der FAU haben an der Organizing-Konferenz unser schwedischen Schwestergewerkschaft Sveriges Arbetares Centralorganisation (SAC) am 8. bis 10. November 2019 in Malmö teilgenommen. Hier der kurze Bericht in deutsch und englisch.

Seiten