Professor überwachte Studierende per Videokamera - Uni Rostock

aus der DA 212 Professor überwacht Studierende per Videokamera Zu dritt über hundert Studierende im Audimax der Uni Rostock bei einer Klausur überwachen, wie macht man das? „Per Videokamera“, befand ein Mathematik-Professor und schaltete zwei der im Saal installierten Kameras an. Insgesamt existieren acht Kameras in der Uni Rostock. Installiert zur „Verbesserung der Lehre“, so Ulrich Vetter, Sprecher der Uni Rostock gegenüber dem Spiegel. Die Kamerabilder wurden dann direkt auf Leinwand vor die Studierenden projiziert. Eine Art „Spiegelbild“ der eigenen Schreib- und Denktätigkeit für die Studierenden. Eine totale Überwachung für den Professor und seine zwei Mitarbeiter, die bequem in der letzten Reihe hinter den Studierenden das Geschehen per „public viewing“ überwachen konnten. Die Kameras habe er schon öfters zum Einsatz gebracht, so der Mathematik-Professor, ebenfalls gegenüber dem Spiegel. Beschwert habe sich bisher niemand. Dann ging ein Student aber doch zum Prüfungsausschuss und protestierte: Das Piepen der Kamera habe ihn bei der Konzentration auf die Aufgaben gestört. Die Überwachung der klausurschreibenden Studierenden per Videokamera musste der Professor nun einstellen, da es gegen Auflagen der Prüfungsbestimmungen der Uni Rostock verstoße. Darüber hätte er keine Kenntnis gehabt, so der Professor. Er ist schließlich auch erst seit 20 Jahren an der Hochschule beschäftigt.